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  Ambassador Club Deutschland - ACD - 08.04.2017 Ambassador Förderkreis Kinder Myanmar e.V. 1. Jahresbericht des Präsidenten K
Liebe Myanmar-Freunde,
 
ich darf Sie und Euch herzlich begrüßen. Die Sitzung wurde ordnungsgemäß einberufen und ist daher beschlussfähig. Vielleicht trägt die Atmosphäre der Kunst in der Galerie Rottloff, wo wir uns befinden, etwas zur kreativen Gestaltung bei. Die aufgestellten anthropomorphen Skulpturen des Bildhauers Karl Manfred Rennertz sollen die verständlicherweise nicht anwesenden Mitglieder aus Berlin, Köln, Frankfurt, Heidelberg und Annweiler repräsentieren. Die anwesenden sieben Gründungsmitglieder werden sich noch gut an unsere erste Sitzung am 9. März im vorigen Jahr erinnern. Wir waren damals 11 Personen, davon immerhin 3 Frauen, die sich im Hause unseres Projekt-Initiators Ulrich Schulz zur Vereinsgründung getroffen haben. Ein Rückblick auf die interessante Geschichte unseres Vereins zeigt, dass sie letztlich in drei Stufen verlaufen ist. Zunächst hatte Ulrich Schulz bei seinen jährlichen Reisen nach Myanmar seit 2006 drei Familien bzw. deren Kinder privat unterstützt. Seit 2011 bestand ein Kontakt zur Ambassador Fördergemeinschaft Deutschland in Rheda-Wiedenbrück Nordrhein-Westfalen, die unsere Belange nur nebenamtlich vertrat, aber immerhin Spendenquittungen für unsere Karlsruher Ambassadoren ausstellen konnte. Die vereinsjuristisch wichtige Eintragung unseres neuen Förderkreises in das Vereinsregister in Mannheim erfolgte am 31. Mai 2016, so dass wir seitdem die Bezeichnung „Ambassador Förderkreis Kinder Myanmar e.V.“ tragen. Dementsprechend wurden in diesem und im vergangenen Jahr unsererseits schon zahlreiche Spendenbescheinigungen versendet, die bekanntlich dem Finanzamt zur Erklärung der Steuerfreiheit dieser Beträge vorgelegt werden können. Abrechnungs-Details werden uns nachher im Rechenschaftsbericht von Dietwin Weigert vorgetragen. Inzwischen haben wir uns im Förderkreis Kinder Myanmar wegen unseres überzeugenden Programmes, denke ich, innerhalb der kurzen Zeit eines Jahres zahlenmäßig mehr als vervierfacht auf 46 Mitglieder, wobei erfreulicherweise der weibliche Anteil angestiegen ist auf 40 %. Das zeigt uns, dass wir erstens die engen Grenzen des Ambassador Herren-Clubs verlassen haben und zweitens den gemeinnützigen und mildtätigen Charakter unseres Förderkreises hervorheben können, der ja in unserer Satzung festgeschrieben ist. Ich möchte hier kein Genderthema aufgreifen, aber es dürfte allgemein klar sein, dass Frauen die besseren Gene für den Frieden und die Sorge um arme und hilfsbedürftige Kinder haben.
Dank einer glücklichen Fügung ist es uns jetzt sogar möglich geworden, über die Schülerförderung hinaus den Bau einer Oberschule, im englischen Highschool, in Ku Wua, nahe bei Bagan, zu finanzieren, der jetzt begonnen wird. Wie schon schriftlich mitgeteilt wurde, wird die Erstellung der Schule 35 000 € kosten. Die Großspenden für dieses Projekt sind bereits erfolgt, belasten also den routinemäßigen Spendenbetrieb nicht mehr. Für uns alle geht es jetzt wieder um die normalen Fördermittel, die wir weiterhin als Mitglieder aufbringen wollen. Es werden nach unserer Berechnung und Planung zurzeit 15 Kinder gefördert, die uns alle namentlich und persönlich bestens bekannt sind. In der Regel handelt es sich sogar um die Klassenbesten mit einer guten Zukunftsprognose. Die Kinder werden also von uns so ausgesucht, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie auch den Highschool-Abschluss, also das Abitur schaffen, welches in Myanmar sehr schwierig ist und eine hohe Durchfallquote aufweist. Danach tritt nach dem dortigen System eine einjährige Wartezeit ein, bevor ein Studium beginnen kann. Diese Zeit wird mit freiwilligen Englisch- und Computerkursen ausgefüllt, die wir ebenfalls mit relativ kleinen Beträgen realisieren können. Von unseren 15 Kindern studieren in diesem Jahr zwei, nämlich das 18-jährige Mädchen Akayicho Touristik-Management in Rangun und der 17-jährige Junge Tschou, der sein Studium der Betriebswissenschaft im Herbst in Mandalay aufnehmen wird. Die Studienzeit liegt in Myanmar bei 3-4 Jahren. Durch die Staffelung der Jahrgänge ist es ausgeschlossen, dass alle Jugendlichen gleichzeitig studieren. Unsere jüngsten Kinder sind 9-11, die ältesten 18 Jahre alt. Die Gesamtzahl von 15 geförderten Jugendlichen wollen wir nach dem jetzigen Stand der Dinge nicht ändern. Aber es ist trotzdem möglich, dass der finanzielle Bedarf im Laufe der kommenden Jahre ansteigt. Dem begegnen wir dadurch, dass wir Patenschaften anbieten. So haben schon fünf von unseren Mitgliedern den Jahres-Förderbetrag von einem bestimmten Kind
ihrer Wahl übernommen und vier weitere Mitglieder ihr Interesse an einer derartigen Patenschaft angekündigt. Die Patenschaft gilt zunächst für 1 Jahr, kann aber auch verlängert werden, was wir sehr begrüßen würden. Wenn diese Kinder in absehbarer Zeit den Highschool-Abschluss schaffen sollten, wäre es durch den persönlichen Bezug denkbar, dass auch die Studienkosten übernommen werden. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht, soll es auch nicht geben. Das Prinzip der Freiwilligkeit möchten wir nicht verletzen. Unsere Mitgliederstruktur ist aber so beschaffen, dass zu hoffen ist, dass es einige Mitglieder gibt, die die jährlichen Studienkosten übernehmen könnten. Das kann man aus der Bereitschaft und Realisierung der Schulfinanzierung schließen.
Sehr schön ist auch die Sitte, bei eventuellen runden Geburtstagen auf Geschenke zu verzichten, die ja manchmal auch Verlegenheitsgaben sind, und um eine kleine Spende für unseren Förderkreis zu bitten. Das hat ja auch schon Schule gemacht, wie man im vergangenen und auch schon in diesem Jahr gesehen hat. Um die Werbung für unseren Förderkreis zu erleichtern, haben wir neue Flyer drucken lassen, die man im Freundes- und Bekanntenkreis übergeben könnte, wenn sich in einem Vorgespräch ein Interesse ergäbe. Von einer blinden Verteilung würde ich abraten. Die neuen Flyer und Anmeldeformulare liegen im hinteren Raum aus, wo wir uns ja nach der Sitzung noch zu einem Schluck Sekt und einem kleinen Imbiss zusammenfinden wollen.
Noch ein Wort zu unseren Studierenden. Ausdrücklich möchte ich betonen, dass wir nur ein Studium an einer der 30 universitären Einrichtungen in Myanmar, also in Rangun oder Mandalay, finanzieren möchten. Es geht immer um Hilfe zur Selbsthilfe, immer um Hilfe vor Ort. Keinesfalls wollen wir Studenten in einem anderen Land, etwa Deutschland oder gar den USA unterstützen. Das wäre zwar sehr großzügig und schön, widerspräche aber unserer Philosophie der lokalen Hilfestellung im Lande Myanmar.
Wie sieht es jetzt mit der Zukunftsprognose unseres Förderkreises aus? Ich würde sagen, gut! Allerdings können wir das Projekt „Kinder Myanmar“ nur dann wirklich langfristig und nachhaltig gestalten, wenn es gelingt, die ältere Garde, sprich den Vorstand, in einigen Jahren zu verjüngen. Weil aber fast 30% unserer Mitglieder in einem Alter zwischen 45 und 60 sind, bin ich optimistisch. Wenn das Projekt gut ist, wird es überleben. Dazu wird auch beitragen, dass wir in Myanmar, also in Bagan und in Ku Wua, die Positionen unserer Verbindungsleute stärken und mit entsprechenden Vergütungen versehen, die aber in einem bescheidenen Rahmen liegen. Wir brauchen praktisch einen vorgeschobenen Posten im Land, der uns die eine oder andere Reise dorthin erspart. Aber es wird immer so bleiben, dass jemand von uns Mitgliedern dort in gewissen Abständen nach dem Rechten sieht. Ganz ohne direkte Kontrolle könnte die Effektivität leiden. Liebe Mitglieder, damit bin ich am Ende meiner Ausführungen. Ich sehe mit Freuden den nächsten Jahren unseres Förder- und Freundeskreises entgegen, der laufend an Zuwendung gewinnt, wie die steigenden Mitgliederzahlen beweisen.
 
Mitgliederversammlung 2017
 
Ort: Karlsruhe, Sophienstraße 105
Datum: 7.4.2017
Beginn/Ende: 16:00 Uhr/17.55 Uhr
Teilnehmer: 17 Mitglieder (Unterschriftenliste liegt vor)
Vorsitz: Kei Müller-Jensen, 1. Vorsitzender

Tagesordnung: Die Tagesordnung wurde mit der Einladung von Kei Müller-Jensen zur Mitgliederversammlung am                            24.02.2017 übergeben.

TOP 1: Begrüßung und Jahresbericht (Kei Müller-Jensen, 1. Vorsitzender)

Kei Müller-Jensen eröffnet die Mitgliederversammlung und bringt seine Freude über die rege Teilnahme der Mitglieder zum Ausdruck. Er stellt fest, dass rechtzeitig und ordnungsgemäß eingeladen wurde und Beschlussfähigkeit besteht. Von 47 Mitgliedern sind 17 anwesend. Dann dankt er unter dem Beifall der Mitglieder Ulrich Schulz für seinen engagierten Einsatz für den Förderkreis, der innerhalb weniger Monate zwei strapaziöse Reisen nach Myanmar auf sich genommen hat.
Im Weiteren gibt Kei Müller-Jensen zunächst einen Überblick über die Gründung und Entwicklung des Förderkreises und wendet sich dann den Aktivitäten in Myanmar zu:
Um die finanzielle Unterstützung der Kinder in Myanmar auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen, haben am 9. März 2016 insgesamt 11 Personen aus dem Umfeld der Karlsruher Ambassadoren einen eigenen Verein mit Satzung gegründet und ihm zusammen mit dem Logo der Ambassadoren den Namen „Ambassador Förderkreis Kinder Myanmar“ gegeben. Damit sollte nach außen deutlich werden, dass der Verein auf den humanitären Grundsätzen der Ambassadoren beruht. Bereits am 30. Mai 2016 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister und der Verein wurde als gemeinnützig anerkannt. Damit konnte im nächsten Schritt für den Förderkreis ein eigenes Spendenkonto bei der BBBank Karlsruhe eröffnet werden. Die Zahl der Mitglieder ist seit der Gründung stetig gestiegen und hat sich innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht. Für die Werbung neuer Mitglieder wurde eigens ein Flyer des Förderkreises erstellt, der Interessierte über die Ziele und Aufnahmemodalitäten informiert. 2016/2017 werden vom Förderkreis in Bagan und Ku Wua insgesamt 11 Kinder und zwei Studierende gefördert. Mit zwei weiteren Kindern, die Ulrich Schulz nun aktuell für die Förderung vorgeschlagen hat, ist die vom Vorstand beschlossene Anzahl von insgesamt 15 Schüler und Studierenden nun erreicht. Die Zusammenarbeit mit den Verbindungsleuten in Bagan und Ku Wua, Herren Min Min und Dr. Ko Than Soe, denen als Verwalter der übergebenen Spenden und als Überwacher der schulischen Leistungen der geförderten Kinder eine besondere Bedeutung zukommt, verlief reibungslos.
Neben der Förderung der Kinder und der Studierenden war ein wichtiger Schwerpunkt in der Arbeit des Vorstandes der Bau einer Highschool in Ku Wua. Die Gemeinde kann die hierfür benötigten Baumittel in Höhe von 35.000.- € nicht selbst aufbringen. Kei Müller-Jensen betont, dass die gesamten Baukosten durch Einmalspenden von Stiftern aus dem Förderkreis aufgebracht wurden und nicht das Spendenaufkommen für die Kinder belasten. Für die weiteren Gespräche vor Ort, mit denen Ulrich Schulz beauftragt wurde, wurde vom Vorstand eine schriftliche Finanzierungszusage für die reinen Baukosten gegeben, die eine Übernahme der laufenden Kosten für den Schulbetrieb ausschließt. Die Namensgebung für die Highschool soll der Dorfgemeinschaft vorbehalten bleiben. Die Anbringung eines kleinen Schildes in englischer und burmesischer Sprache soll die Spendenherkunft erkennen lassen. Die Finanzierungszusage wurde in Ku Wua mit großer Freude aufgenommen und die hochherzige Initiative des Fördervereins in höchsten Tönen gelobt.
Weiter informiert Kei Müller-Jensen über das Anliegen des Vorstandes, auch jüngere Mitglieder für die Aufgaben des Förderkreises zu motivieren. Er schlägt vor, künftige Reisen nach Myanmar, die der Kontaktaufnahme mit den Kindern und ihrer Eltern sowie der Geldübernahme dienen, mit einem Aufwandsersatz bis zu 500.- € oder durch Ausstellung einer Spendenquittung zu unterstützen. Er bittet Peter Juretzek, sachkundiger Jurist und Steuerexperte, um satzungskonforme Vorschläge (TOP 7). Zum Abschluss seines Jahresberichts dankt Kei Müller-Jensen ausdrücklich allen Spendern, die durch ihre großzügigen Zuwendungen die Unterstützung der Kinder durch den Förderkreis erst ermöglichen.

TOP 2: Reisebricht vom Februar/März 2017 (Ulrich Schulz, 2. Vorsitzender)

Ulrich Schulz berichtet von seiner aktuellen Reise nach Myanmar, um das von Kei Müller-Jensen initiierte Schulhausprojekt weiterzuverfolgen und nach dem Beschluss des Vorstandes zwei weitere bedürftige, intelligente Kinder für die Aufnahme in das Förderprogramm auszuwählen:
Die geplante Highschool in Ku Wua, für die Baupläne und Kostenschätzungen der Gemeinde bereits vorliegen, soll zusammen mit der Primary School und der Middleschool ein Schulzentrum für Ku Wua und die umliegenden Ortschaften bilden und den Kindern einen über 40 km weiten Schulweg zur nächsten Highschool ersparen. Seine wichtigste Aufgabe war zunächst sicherzustellen, dass die Schule nicht nur gebaut, sondern auch von der Schulbehörde betrieben wird. In einer Besprechung am 27.2.2017 zusammen mit dem Schuldirektor, dem Bürgermeister und dem obersten Chef der Schulbehörde aus Yangon konnten alle offenen Fragen einvernehmlich geklärt und die schriftliche Genehmigung für den Bau und Betrieb der Highschool eingeholt werden. Für die finanzielle Abwicklung des Schulhausbaus wurde bei der KBZ-Bank in Bagan-Nyaung U ein Konto eingerichtet, auf das der Gesamtbetrag in Höhe von 35.000.- € in Raten von je 10.000.- € überwiesen werden kann. Die Bauüberwachung und die Ratenzahlungen nach Baufortschritt werden vor Ort von unserem langjährigen Vertrauten Min Min koordiniert. Er wird den Vorstand auch laufend über den Fortgang der Bauarbeiten unterrichten. Fertigstellung und Schuleinweihung ist für Oktober 2017 vorgesehen.
Für die Aufnahme in die Förderung schlägt Ulrich Schulz die von der Schuldirektorin in Bagan ausgesuchten Kinder vor: den 13-jährigen Mg Thaw Htet und die 9-jährige Ma That Hnin Oo. Beide Kinder erfüllen mit ihren sehr guten schulischen Leistungen und ihrer sozialen Bedürftigkeit die Voraussetzungen für eine Förderung.
Kei Müller-Jensen dankt Ulrich Schulz für seinen umfassenden Bericht und bittet um Wortmeldungen.
Christa Kühr stellt die Frage, ob zur Auslastung der Highschool nicht mehr Kinder gefördert werden müssten. Kei Müller-Jensen erläutert, dass die geplante Highschool wahrscheinlich überwiegend von Kindern aus Familien besucht wird, die keiner Unterstützung bedürfen. Das Schulzentrum werde sicher ausgelastet sein, weil hier die Kinder aus der gesamten Umgebung unterrichtet würden.
Monika Voss betont die Wichtigkeit, gerade auch Mädchen in die Förderung aufzunehmen, um der in Myanmar für Mädchen vorherrschenden Bildungsbenachteiligung entgegenzuwirken.
Dem stimmt Kei Müller-Jensen unter Verweis auf die bereits geförderten sechs Mädchen zu.

TOP 3: Rechenschaftsbericht (Dietwin Weigert, Sekretär und Schatzmeister)

Dietwin Weigert weist eingangs darauf hin, dass nach der Satzung das Geschäftsjahr das Kalenderjahr ist und trägt die finanziellen Zahlen des Jahres 2016 vor:
Das Spendenaufkommen des Förderkreises seit seiner Gründung am 9. März 2016 bis Ende des Jahres 2016 betrug insgesamt 13.240.- €. Davon waren 5.740.- € allgemeine Spenden und 7.500.- € zweckgebundene Spenden für den Bau der Highschool in Ku Wua. Die allgemeinen Spenden setzen sich zusammen aus Spenden der Mitglieder in Höhe von 3.445.- € und Spenden von Karlsruher Ambassadoren bei Geburtstagen in Höhe von 2.295.- €. Die Höhe der einzelnen Spenden der Mitglieder differiert zwischen 20.- € und 800.- €. Die einzigen Ausgaben zu Lasten des Förderkreises in 2016 waren Bankgebühren in Höhe von 13.93.-€.
Damit ergibt sich zum 31.12.2016 ein Geldvermögen des Förderkreises in Höhe von 13.226,07 €.
Vor Gründung des Förderkreises gingen die Spenden für die Kinder in Myanmar an das Spendenkonto der Ambassador Fördergemeinschaft Deutschland und wurden von dort an Ulrich Schulz überwiesen. Alle Ausgaben für die Förderung der Kinder in 2016 wurden aus diesem Spendenaufkommen finanziert, das Ulrich Schulz selbst verwaltet. Die Ausgaben wurden nach Art und Höhe der Förderbeträge im Vorstand abgestimmt: Schüler wurden mit einem jährlichen Betrag von 200.-€ für ortsansässige bzw. 350.- € für auswärtige und Studierende mit 1000.- € gefördert. Hinzu kamen Ausgaben für Computerkurse (70.- € pro Kurs), Aufwandsentschädigungen für die beiden Verbindungsleute in Bagan und Ku Wua (je 80.- € pro Jahr) und dem Dolmetscher (50.- € pro Jahr) sowie sonstige Ausgaben wie zum Beispiel kleinere Geschenke für die Kinder. Für die Förderung von acht Schülern und einer Studierenden sind nach Ulrich Schulz im Jahr 2106 Ausgaben von insgesamt 3.021,68 € entstanden. Als Spendenguthaben verblieb ihm für das Jahr 2017 noch ein Betrag von 3.578,88 €.
Ein Vergleich der Ausgaben (3.021,68 €) mit dem Spendenaufkommen (5.740.- €) in 2016 zeigt, dass der Förderkreis auf einer wirtschaftlich soliden Basis steht.
Zum Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters ergeben sich keine Wortmeldungen.

TOP 4: Revisionsbericht (Thorsten Kirchner, Rechnungsprüfer)

Der Revisor, Thorsten Kircher, bestätigt die ordnungsmäßige Buchführung. Seine Prüfung habe ergeben, dass die Unterlagen komplett sind und kein Anlass zu Beanstandungen vorliegt. Er empfiehlt der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes.

TOP 5: Entlastung des Vorstandes (Peter Juretzek)

Peter Juretzek dankt dem Vorstand für die geleistete Arbeit und schlägt der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes vor. Dies wird per Handzeichen einstimmig angenommen - bei Enthaltung des Vorstandes.
 
TOP 6: Anträge

a. Wahl eines Schatzmeisters (Dietwin Weigert)
Dietwin Weigert begründet den Antrag zur Wahl eines neuen Schatzmeisters für die restliche Amtsperiode des Vorstandes bis zur nächsten Mitgliederversammlung in 2018. Er führt aus, dass bei der Gründungsversammlung am 9. März 2016 für die vier Vorstandsfunktionen nur drei Personen kandidierten. Durch die Bereitschaft von Helgard Müller-Jensen, für das Amt des Schatzmeisters zu kandidieren, kann nun auch diese Funktion eigenständig besetzt werden, was von der Mitgliederversammlung per Akklamation begrüßt wird. Dann tritt er mit sofortiger Wirkung vom Amt des Schatzmeisters zurück und übernimmt die Wahlleitung. Weitere Wahlvorschläge werden nicht vorgebracht. Es wird offene Wahl per Handzeichen gewünscht. Die Wahl von Helgard Müller-Jensen zur Schatzmeisterin erfolgt mit 16 Ja-Stimmen und eigener Enthaltung. Helgard Müller-Jensen erklärt, dass sie die Wahl annimmt.
 
TOP 7: Aufwendungsersatz für Myanmarleistungen? (Peter Juretzek)
 
Peter Juretzek geht auf die Ausführungen von Kei Müller-Jensen in TOP 1 ein und führt aus, dass es sich hier um ein äußerst komplexes steuerrechtliches Thema handelt. Laut Satzung erhalten die Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Dennoch ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, Mitgliedern den Ersatz ihrer Aufwendungen zu erstatten bzw. Spendenquittungen auszustellen. Sowohl der Aufwendungsersatz wie auch die Ausstellung von Spendenquittungen müssen aber in einer steuerrechtlich konsistenten Weise so erfolgen, dass sie vom Finanzamt anerkannt werden. Sonst droht der Verlust der Gemeinnützigkeit. Er empfiehlt, diese Thematik mit dem Finanzamt zu besprechen und ein adäquates Vorgehen mit ihm abzustimmen.
Thorsten Kirchner regt an, die Angelegenheit bis zum Vorliegen eines konkreten Falles zu vertagen.
 
Top 8: Verschiedenes

Ulrich Schulz schlägt vor, den beiden Schülern, die derzeit die Highschool-Prüfung ablegen, nach bestandener Prüfung ein Studium zu finanzieren. Die Anzahl der geförderten Studierenden würde sich dann im Jahr 2019 auf vier erhöhen, weil zunächst eine einjährige Wartezeit eintritt.
Thorsten Kirchner verweist auf die begrenzten Mittel des Fördervereins und erinnert an die Diskussion in der Gründungsveranstaltung, in der mehrheitlich die Auffassung vertreten wurde, Sinn und Zweck der Förderung sei überwiegend in der Vermittlung eines hochwertigen Bildungsabschlusses zu sehen, gewissermaßen eine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Förderung eines Studiums solle nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Helgard Müller-Jensen hält ein Studium im Anschluss an den Highschool-Abschluss für förderungswürdig, wenn die Finanzierung -zum Beispiel über Patenschaften- gesichert ist. Sie sieht nach Abschluss des Bauvorhabens die Möglichkeit, die Stifter auch für Patenschaften zu gewinnen und sagt die Finanzierung von zwei Studierenden fest zu, wenn wirklich ein Studienwunsch besteht.
Joachim Kühr möchte wissen, wie die Hochschulabschlüsse in Myanmar in die internationalen Bachelor- bzw. Masterabschlüsse einzuordnen sind und welche berufliche Ausbildungsmöglichkeiten sich für Kinder ergeben, die bei der Highschool-Prüfung durchfallen und/oder kein Studium ergreifen.
Die Fragen nach der internationalen Wertigkeit von Hochschulabschlüssen in Myanmar und den beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten mit und ohne Highschool-Abschluss können vom Vorstand nicht sicher beantwortet werden.
Kei Müller-Jensen betont, dass ähnlich wie in anderen Ländern eine Eigeninitiative der 18-jährigen Abiturienten für ihre berufliche Entwicklung notwendig sei, die für diese Altersgruppe mit der erworbenen Bildung gegenüber ungeförderten 12-jährigen Kindern zumutbar und realistisch sei. Auch die Wahl eines Studienfaches erfordere eine individuelle Entscheidung. Im Bereich Handwerk, Unternehmen und Tourismus ergeben sich auch ohne Studium in einem aufstrebenden Land immer gute Möglichkeiten. Durchgefallene Schüler werden auf Wunsch bis zur Wiederholung der Prüfung weiter gefördert.
Klaus Finkbeiner stellt die Frage nach den Studienmöglichkeiten in Myanmar.
Ulrich Schulz führt hierzu aus, dass dies von den erzielten Ergebnissen bei der Highschool-Prüfung abhänge. Bei befriedigenden Abschlüssen besteht die Möglichkeit zum Studium von Sprachen. Die Absolventen arbeiten dann später als Dolmetscher und/oder Reiseführer. Bei guten und sehr guten Abschlüssen kann eine Zulassung zu medizinischen, betriebswirtschaftlichen oder technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen erfolgen. In Myanmar gibt es insgesamt 30 universitäre Ausbildungsstätten.
Kei Müller-Jensen schließt die Mitgliederversammlung mit einem Dank an die Anwesenden für die rege Beteiligung und lädt zu einem kleinen Imbiss mit weiteren Gesprächen ein.

Karlsruhe, den 17.4.2017

Kei Müller Jensen                                              Dietwin Weigert
1. Vorsitzender                                                    Protokollführer und Sekretär 
 
 
 
 
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